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Der Herr meine Chance!
Diese Predigt wurde von Samuel Gebhardt am 12.07.05 um 11:31 geschrieben.
In dieser Predigt können wir etwas über Vertrauen, Gehorsam, Liebe, Nachfolge und vielem mehr hören. Wir können etwas lesen über den schmalen Weg den die Kirche immer breiter macht. Wie der Mut sich für das Wort Gottes einzusetzen aus unserem Leben verschwindet und wie der Herr uns aus allem schlechten herausführen will.
Der Herr meine Chance
Das heutige Wort Gottes, welches mir der Herr heute gegeben hat, hat eigentlich einen sehr traurigen und schmerzhaften Anlaß. Heute morgen, ich war gerade im Begriff mich fertig zu machen, da ich zu Fahrschule mußte, schaute ich aus dem Fenster und ich sah erst und hörte dann auch einen Krankenwagen in unserer Straße fahren. Da gegenüber von uns ein Altenheim ist, ist es eigentlich nicht ungewöhnlich für uns, dass ab und an einmal ein Krankenwagen vorbeifährt. Doch an diesem Tag passierte etwas, was mich erschütterte und traurig sowie zornig machte. Irgend jemand war aus einer der Wohnungen gesprungen. Die Folge: tot. Keine Rettung mehr möglich. Es gab keinen Ausweg mehr für diese Person. Jede Hilfe kam zu spät. Die Sanitäter sowie der Notarzt. der einige Zeit später kam, konnten nur noch feststellen, dass es keine Rettung mehr gab.
Es gibt viele solche Vorfälle und immer kommt jede Rettung zu spät. Es gibt kein zurück mehr für diese Menschen, die sich einmal dazu entschlossen haben, ihrem Leben einfach ein Ende zu setzen.
Als ich darüber nachdachte, kam mir so in den Sinn, und ich glaube der Herr wollte mir genau auch an dieser Situation etwas zeigen, dass wir doch auch manchmal so hilflos sind. Ich habe erkannt wie schnell uns eine falsche Entscheidung, wie klein sie auch immer sein mag, hilflos macht. In nur einem Bruchteil einer Sekunde entschied sich diese Person ihrem Leben ein Ende zu machen. Diese
Entscheidung hat das Leben der Person so radikal geändert, dass nun keine Möglichkeit der Umkehr mehr besteht. In einem Bruchteil seines Lebens falsch gehandelt und zur ewigen Verdammnis verurteilt. Wie so ein kleiner Fehltritt uns für immer von Gott wegbringen kann.
Und wir. Tag für Tag tun wir vielleicht unbewußt immer wieder irgendwelche Fehler oder unüberlegte Entscheidungen. Und denken, ja ja wir sind Gottes Kinder, aber wissen gar nicht, wie weit wir in Wirklichkeit von Gott entfernt sind. Oder schauen wir in die Welt. Die Welt, die sich gar keine Sorgen darüber macht, wie es einmal weitergehen wird, weil es keinen interessiert. Wie die Welt Tag für Tag jede Sünde als selbstverständlicher nimmt, weil keiner mehr den Mut hat sich der Sünde entgegen zu stellen, und der Teufel immer mehr Diener hat, die er in den Kampf schicken kann. Aber wir müssen wissen der Teufel hat keine Macht über uns. Er ist gebunden wie in Offenbarung 20:2 steht, der Herr hat ihn gebunden. Ja, laut kann der Teufel brüllen und kann versuchen uns Angst einzujagen, aber er kann uns nichts tun. Es liegt an uns, ob wir dem Teufel widerstehen oder nicht. Der Herr hat uns frei gemacht von aller Sünde. Wir müssen nur wissen woher unsere Hilfe kommt.
Im Psalm 121:1-2 können wir lesen, dass unsere Hilfe vom Herrn kommt. Wir können froh sein jemanden zu haben, auf den wir uns immer verlassen können. Unsere Freunde, unsere Familie, ja eigentlich jeder Mensch kann uns enttäuschen, aber der Herr enttäuscht uns niemals. Das dürfen wir immer wissen: Der Herr enttäuscht uns niemals! Es liegt an uns, unser Vertrauen einfach auf den Herrn zu legen. Uns ganz in die Hand des Herrn zu begeben. Der Herr sagt wir werden mit Ihm von Sieg zu Sieg gehen, und wer möchte denn nicht siegreich in seinem Leben sein. Der Herr hat unseren Weg schon bereitet und will ihn mit uns gehen. Wir werden erfahren, dass wir uns auf den Herrn verlassen können, und ein Sieg in unserem Leben wird uns immer voran bringen. Aber wir müssen uns voll und ganz auf den Herrn verlassen.
Was heute in unserer Zeit das Problem ist, dass keiner mehr für das Wort Gottes in seiner ganzen Wahrheit eintreten will. Die Bibel sagt, dass der Weg, der zum Himmel führt, ein schmaler Weg ist, und wir können daraus nicht einen breiten Weg machen. Viele Kirchen versuchen sich, oder tun es ohne es selber mitzubekommen, der Welt immer mehr anpassen. Sie versuchen mit immer mehr Dingen, die nicht in das Haus Gottes passen, die Leute in den Gottesdienst zu locken. Das hat zur Folge, dass sich die Kirche einfach immer mehr zu einer weltlichen Institution entwickelt, wo es immer mehr Aktionen gibt, die eher in die Welt gehören, als in das Haus Gottes. Aber der Herr will nicht, dass wir irgendwelche Menschen in die Kirche locken um wieder ein kreuzchen in unserer Teilnehmerliste zu machen. Der Herr will nicht ein Nebenrolle spielen, sondern Er will in unserer Mitte, an erster Stelle stehen. Der Herr will nicht ein Sonderangebot sein, was man irgendwo ganz billig dazu bekommt, sondern Er soll unser Angebot fürs Leben sein.
Heutzutage können wir an so vielen Stellen „Wort Gottes“ sehen. Wenn wir in die Straßenbahn einsteigen sehen wir an den Fenstern Bildern mit dem Schriftzug: „Wende dich zu Gott so wendet er sich zu dir“ und „Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben“ und noch vieles mehr. Oder wir sehen irgendwelche Plakate mit christlichen Inhalten. Aber das Problem ist, dass sich die Welt gar nicht dafür interessiert, dass Gott unsere Rettung ist. Jeder hat Probleme und Nöte. Jeder hat das Bedürfnis ein Leben zu Leben, was nicht voller Leid und Sorgen ist. Aber keiner hat den Mut sich wegzuwenden. Und wie auch? Wenn der Sog zum schlechten immer stärker wird. Wenn sogar schon die Kirche nicht mehr am Wort Gottes festhält. Und wenn es in der Welt immer mehr Dinge gibt, die uns soweit mit dem Herrn auseinander treiben. ABER!!!! Der Herr hat uns zu Seinen Dienern und Mitstreitern gemacht. Der Herr hat uns in Seine Nachfolge berufen. Wir sind als Gemeinde der Leib Christi. Der Herr hat uns dazu auserkoren ein Zeugnis für Ihn zu sein. Und wir sollen wirklich Zeuge sein von dem, wie der Herr an uns gewirkt hat und uns zu neuen Menschen gemacht hat. Ich möchte dem Herrn alle Zeit danken, dass Er mich von meiner schweren Last befreit hat. Und wir sollen wirklich ein Bild dafür sein, dass die Kraft und die Liebe und der Segen des Herrn einfach unendlich ist.
Doch wir müssen sehen, dass sich die meisten Menschen einfach von Gott weg wenden oder Ihn überhaupt nicht suchen. Wenn ich ein Brot haben will, so gehe ich nicht zum Fleischer oder zum Frisör, sondern ich gehe dahin, wo es wirklich Brot gibt, und das ist beim Bäcker. Und so ist es auch in der Welt oder vielleicht auch bei uns. Wir suchen immer einen Weg wie wir raus aus allem kommen, wie wir unsere Probleme und Sorgen loswerden, aber suchen immer an der falschen Stelle. Meine Hilfe kommt von Gott. (Psalm 121:2) Doch wir erkennen dies oft nicht, weil wir an der falschen Stelle suchen.
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